Caparol Rollkleber 615 Spachteltype 25 kg
004-150
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QuadratmeterCaparol Rollkleber 615 Spachteltype 25 kg
Caparol Rollkleber 615 Spachteltype ist ein pastöser, flexibler Vielzweckkleber zur Verklebung von EPS-Fassadendämmplatten, vorbeschichteten Mineralwolle-Dämmplatten und Hanfdämmplatten. Er eignet sich besonders für ebene Holz-, Gipsfaser- und Plattenuntergründe innerhalb abgestimmter Caparol Wärmedämm-Verbundsysteme.
Auf geeigneten Holz- und Plattenwerkstoffen wird der Kleber vollflächig mit einer 4 × 4 mm Zahnkelle verarbeitet. Für tragfähige organische Altbeschichtungen in der Sanierung ist ein eigener Klebeaufbau mit 10 % Zementzugabe vorgesehen.
Eigenschaften
- Pastöser Vielzweckkleber
- Hohe Adhäsionskraft
- Faserelastisch und leicht gefüllt
- Wasserdampfdurchlässig
- Alkalibeständig
- Geschmeidig zu verarbeiten
Geeignet für
- EPS-Fassadendämmplatten
- Vorbeschichtete Mineralwolle-Dämmplatten
- Caparol Hanfdämmplatten
- Gipsfaserplatten
- Geeignete Holz- und Plattenwerkstoffe
- Tragfähige organische Altbeschichtungen
Nicht ungeprüft verwenden
- Stark saugende Untergründe
- Unebene oder nicht tragfähige Flächen
- Feuchte Holz- und Plattenwerkstoffe
- Glatte OSB-Flächen ohne Grundierung
- Organische Altbeschichtungen ohne Zementzugabe
- Holzuntergründe ohne zusätzliche Verdübelung
Auf Holz immer vollflächig kleben und zusätzlich dübeln:
Die Dämmplattenverklebung allein genügt auf Holzuntergründen nicht.
Die erforderlichen Dübel müssen noch in das nasse Kleberbett gesetzt
werden. Kleber, Grundierung, Dämmplatte und Befestigung müssen zum
freigegebenen Caparol Systemaufbau passen.
Was macht Caparol Rollkleber 615 besonders?
Für Holz- und Fertigbau
Der pastöse Kleber ist besonders auf ebene Holz-, Gipsfaser- und Plattenuntergründe abgestimmt. Der maschinelle Flächenauftrag eignet sich auch für waagrechte Arbeiten im Fertighausbereich.
Vollflächige Verklebung
Auf ebenen Plattenuntergründen wird der Kleber vollflächig aufgetragen und mit einer 4 × 4 mm Zahnkelle gleichmäßig durchgekämmt.
Auch für Sanierungen
Mit vorgeschriebener Zementzugabe kann Rollkleber 615 auch auf tragfähigen organischen und schwach saugenden mineralischen Altbeschichtungen eingesetzt werden.
Passt der Rollkleber zu deinem Projekt?
Das Produkt passt, wenn …
- ein ebener Holz- oder Plattenuntergrund vorliegt
- vollflächig mit Zahnkelle geklebt werden kann
- EPS, vorbeschichtete Mineralwolle oder Hanf verwendet wird
- der Untergrund trocken und schwach saugend ist
- die vorgeschriebene Verdübelung ausgeführt wird
Zuerst genauer prüfen, wenn …
- der Untergrund stark saugt
- OSB oder eine andere sehr glatte Platte vorliegt
- eine organische Altbeschichtung vorhanden ist
- Unebenheiten größer als etwa 1 cm bestehen
- Dämmstoff oder Systemaufbau nicht eindeutig bekannt sind
Untergrund und Grundierung vorbereiten
Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, tragfähig, frei von trennenden Stoffen und nur schwach saugend sein. Lose Beschichtungen, Staub, Fett, Verschmutzungen und andere haftungsmindernde Rückstände vollständig entfernen.
Auf glatten Plattenflächen, beispielsweise ungeschliffenem OSB, ist eine Grundierung mit Caparol Putzgrund oder Caparol MultiPrimer erforderlich. Stark saugende Untergründe sind für diesen Kleber nicht geeignet.
Tragfähige organische oder schwach saugende mineralische Altanstriche müssen vor der Verklebung aufgeraut werden. Für diesen Aufbau wird der Rollkleber mit Zement angemischt und nicht gebrauchsfertig verarbeitet.
Der passende Klebeaufbau
Ebene Holz- und Plattenuntergründe
Rollkleber 615 verarbeitungsfertig auf den grundierten Untergrund oder vollflächig auf die Dämmplatte auftragen und mit einer 4 × 4 mm Zahnkelle durchkämmen.
Organische Altbeschichtungen
Den Kleber mit 10 Gew.-% Zement CEM II 42,5 N klumpenfrei mischen und im Rand-Wulst-Punkt-Verfahren auftragen. Nach dem Andrücken müssen mindestens 40 % Klebekontakt bestehen.
So wird Caparol Rollkleber 615 verarbeitet
- Untergrund prüfen, reinigen und erforderliche Grundierungen vollständig trocknen lassen.
- Den Kleber vor der Verarbeitung gleichmäßig aufrühren. Für den Zahnkellen- oder maschinellen Auftrag ist er verarbeitungsfertig eingestellt.
- Nur so viel Kleberfläche vorlegen, wie innerhalb der offenen Zeit unmittelbar mit Dämmplatten belegt werden kann.
- Den Kleber gleichmäßig verteilen und mit einer 4 × 4 mm Zahnkelle vollständig durchkämmen.
- Die Dämmplatten mit leicht schiebender Bewegung fest andrücken, damit eine satte und vollflächige Klebeverbindung entsteht.
- Seitlich austretenden Kleber entfernen und keine Klebemasse in den Plattenstößen belassen.
- Die Dämmplatten im Verband verlegen. Auf Holz die Dübel unmittelbar danach in das noch nasse Kleberbett setzen.
Die offene Zeit beträgt bei +20 °C ungefähr 15 Minuten. Wärme, Wind, Sonneneinstrahlung und erhöhte Untergrundsaugfähigkeit verkürzen diese Zeit und können bei zu spätem Einlegen der Dämmplatten zu Haftungsproblemen führen.
Typische Fehler vermeiden
Zu große Fläche vorgelegt
Bildet der Kleber vor dem Einlegen der Dämmplatte bereits eine Haut, kann keine sichere Klebeverbindung mehr entstehen.
Falscher Aufbau auf Altbeschichtung
Auf organischen Altanstrichen sind Aufrauen, Zementzugabe und mindestens 40 % Klebekontakt erforderlich.
Verdübelung zu spät ausgeführt
Auf Holz müssen die Dübel noch in das nasse Kleberbett gesetzt werden. Nach vollständiger Trocknung ist dieser Montageablauf nicht mehr gegeben.
Verbrauch, Reichweite und Trocknung
Ebene Untergründe
Richtverbrauch: ca. 1,5 bis 3,0 kg/m².
Ein 25-kg-Eimer reicht rechnerisch für ungefähr 8,3 bis 16,7 m².
Auftrag, Zahnung, Untergrundebenheit und tatsächliche Kleberschicht beeinflussen den Verbrauch.
Organische Altbeschichtungen
Richtverbrauch mit Zementzugabe: ca. 5 kg/m² im Rand-Wulst-Punkt-Verfahren.
Unebenheiten bis ungefähr ±1 cm können über die Höhe des Kleberbetts ausgeglichen werden.
Bei +20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit beträgt die Trockenzeit abhängig von Auftragsdicke und Untergrundsaugfähigkeit ungefähr 24 Stunden. Der Kleber bindet rein physikalisch ab; kühle oder feuchte Bedingungen verlängern die Trocknung deutlich.
Technische Daten
- Produkttyp: pastöser Vielzweckkleber
- Bindemittelbasis: Kunstharzdispersion
- Gebindegröße: 25 kg
- Farbton: Hellbeige
- Konsistenz: pastös
- Rohdichte: ca. 1.600 kg/m³
- Zahnung: 4 × 4 mm
- Offene Zeit: ca. 15 Minuten
- Mindesttemperatur: +5 °C
- Trocknung: ca. 24 Stunden
- Werkzeugreinigung: sofort mit Wasser
- Lagerfähigkeit: ca. 12 Monate
Während Verarbeitung und Trocknung nicht auf sonnenaufgeheizten Flächen sowie nicht bei Regen, hoher Luftfeuchtigkeit oder starkem Wind arbeiten. Das Gerüst bei Bedarf mit Planen vor Regeneinwirkung schützen.
Häufige Fragen
Ist Caparol Rollkleber 615 direkt gebrauchsfertig?
Auf ebenen Holz- und Plattenuntergründen ja. Bei organischen
Altbeschichtungen müssen 10 Gew.-% Zement CEM II 42,5 N eingemischt
werden.
Ist der Kleber für stark saugende Untergründe geeignet?
Nein. Der Untergrund muss schwach saugend sein. Für stark saugende
Flächen ist ein anderer Klebeaufbau erforderlich.
Müssen Dämmplatten auf Holz zusätzlich gedübelt werden?
Ja. Die Verdübelung ist zwingend erforderlich und erfolgt noch im nassen
Kleberbett.
Verarbeitungs- und Systemhinweis:
Untergrund, Grundierung, Dämmplatte, Klebeverfahren und Verdübelung
müssen als abgestimmtes Caparol Fassadensystem ausgeführt werden.
Auf organischen Altbeschichtungen nur den vorgeschriebenen Zementtyp
und das festgelegte Mischungsverhältnis verwenden. Für Arbeitsschutz
und Kennzeichnung sind das aktuelle Sicherheitsdatenblatt und das
Gebindeetikett der gelieferten Charge maßgeblich.
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